Bericht zur 103. Jahreshauptversammlung

Die 103. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gondelsheim fand am Samstag, den 23. März 2024, im Feuerwehrhaus statt.

Kommandant Timm Eisenhut eröffnete die 103. Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus um 19:33 Uhr und begrüßte Bürgermeister Markus Rupp, die Vorstände und Vertreter der Gondelsheimer Vereine und Organisationen, die anwesenden Gemeinderäte, die Anwesenden des DRK, die Kameraden der Alters- und Reservemannschaft (die in den letzten beiden Jahren leider stark geschrumpft ist), die Kameraden der Aktiven Mannschaft, sowie den Nachwuchs aus den Reihen der Jugendfeuerwehr. Des Weiteren richtete sich sein Gruß an den angereisten stellvertretenden Kreisbrandmeister und Kommandant der Stadt Bruchsal Bernd Molitor.
Eisenhut stellte fest, dass zur Jahreshauptversammlung satzungsgemäß mit Veröffentlichung der Tagesordnungspunkte im Gemeindeblatt eingeladen wurde. Wünsche und Anträge waren wie in den vergangenen Jahren keine eingegangen.

Es folgte der TOP2, die Totenehrung. Seit der letzten Jahreshauptversammlung mussten wir uns von drei unserer Alterskameraden verabschieden und gedachten diesen im Stillen:

  • Klaus Schäfer, der am 19.05.2023 im Alter von 83 Jahren verstarb
  • Bernhard Lotsch, der am 19.07.2023 im Alter von 85 Jahren verstarb
  • Walter Stemmler, der am 11.12.2023 im Alter von 81 Jahren verstarb

Schriftführer Marco Horn ging in seinem fast halbstündigen Bericht auf die zahlreichen Ereignisse und Aktivitäten der Feuerwehr Gondelsheim seit der letzten Jahreshauptversammlung ein und erläuterte am Ende die Einsatzstatistik für das Jahr 2023.

Kassier Max Neimayer stellte in seinem Bericht den aktuellen Kassenstand vor. Den Bericht der Kassenprüfer übernahm Andreas Vogel. Er führte die Kassenprüfung gemeinsam mit Dennis Kritzer durch und bescheinigte eine ordentlich geführte Buchführung. Es gab keinen Grund für Beanstandungen.

Florian Braun sprach in seinem ersten Bericht über das vergangene Jahr der Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen trafen sich zu insgesamt 38 Übungsabenden, in denen feuerwehrtechnische Inhalte, sowie allgemeine Themen der Jugendarbeit vermittelt wurden. Weiter erwähnte er die verschiedenen durchgeführten Tätigkeiten, wie die Teilnahme an der Ortsputzete, die Übernahme der Verpflegung beim ersten Waldtag der Jäger auf dem Grillplatz oder die Mitwirkung mit Süßigkeiten-Stand beim Gondelsheimer Weihnachtsmarkt. Highlights waren die „Hier wächst Zukunft“-Pflanzaktion gemeinsam mit Fa. Mohr Gartenbau (die Jugend kümmert sich seither um das Gießen und die Pflege), sowie der Besuch der Feuerwache in Bruchsal. Braun erwähnte zum Schluss seinen erfolgreich abgeschlossenen Jugendleiterlehrgang und bedankte sich beim Kommando, den Aktiven und der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung.

Den Bericht der Gruppenführer übernahm in diesem Jahr Tino Huber. Er berichtete von stets gut besuchten Übungsabenden. Highlights waren u.a. die Heißübung im gasbetriebenen Brandcontainer in Linkenheim-Hochstetten, sowie die große Übung am Eschgraben, die gemeinsam mit den Jugendlichen durchgeführt wurde.
Diverse Aus- und Fortbildungen wurden durchlaufen. In nächster Zeit werden drei Jugendliche den Weg in die Aktive Mannschaft gehen, sowie bei den Aktiven weitere Lehrgänge zum Maschinisten oder Atemschützer absolviert. Außerdem durften wir nach dem Einsatz am Oktoberfest einen Neuzugang bei uns begrüßen. Zum Schluss seines Berichts dankte Huber für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

In TOP8, Bericht des Kommandanten, ging Kommandant Timm Eisenhut zunächst auf einige Themen ein, die bereits in der letzten Jahreshauptversammlung angesprochen wurden, aber leider noch nicht abgeschlossen werden konnten: Thema „Notstromaggregat“ für das Feuerwehrhaus. Es sollte im ersten Quartal 2023 in Betrieb genommen werden, momentan steht April 2024 im Raum. Weitere anstehende Veränderungen am Feuerwehrhaus sind die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.
Eisenhut sprach nochmals den Übergang der Jugendlichen in die Aktive Mannschaft an. Er freue sich auf die baldigen „Neuen“ bei den Aktiven und hoffe, dass sie sich auch dort gut einbringen werden.
Auch beim Thema Wald- und Vegetationsbrand hat sich einiges getan. Im Mai gab es auf Unterkreisebene ein vom Landkreis organisiertes Seminar zum Thema Vegetationsbrand, an dem die Kommandanten teilnahmen. Dort konnte der Fachberater für Wald- und Vegetationsbrand Sebastian Waidmann gewonnen werden. In Abstimmung wurden bereits einige Beschaffungen wie D-Schlauchmaterial und mobile Löschwasserbehälter getätigt. Auch eine individuelle theoretische Schulung für die Wehr, inkl. Förster, Bauhof und Gemeindeverwaltung wurde von Fachberater Waidmann durchgeführt. Eine Praxisübung wird im Sommer folgen.
Weiteres Thema waren Infos zum aktuellen Stand der Ersatzbeschaffung unseres LF8 aus dem Jahre 1987. Der Förderantrag wurde bereits beim Landratsamt eingereicht, mehrere MLF’s verschiedener Hersteller wurden mittlerweile besichtigt. Da der Förderbetrag im nächsten Jahr aufgrund geplanten Sammelbeschaffungen wohl erheblich angehoben werden soll, gibt es aktuell Überlegungen die Ersatzbeschaffung nochmals um ein Jahr zu schieben.
Recht neue Bereiche für die Gondelsheimer Wehr seien die Themen Überlandhilfe / Interkommunale Zusammenarbeit (wir wurden 2023 zu zwei Großeinsätzen in Bretten & Flehingen eingesetzt), sowie vor allem der neu eingerichtete Brandschutzzug Ost des Landkreises Karlsruhe, den wir zusammen mit den Wehren aus Oberderdingen und Bretten bilden. Dieser soll bei Großschadenslagen in der 2. oder 3. Welle eingesetzt werden. Wir sind hier mit unserem MTW hauptsächlich für die Zurverfügungstellung von weiteren Atemschutzgeräteträgern beauftragt. Auch bei der Führungsgruppe Bretten sind wir nach einer Auszeit wieder mit dabei.
Neu für den Landkreis ist das alte Thema Digitalfunk. Nachdem dieser im Sommer 2006 in Betrieb gehen sollte, ist es 2024 nun tatsächlich so weit. Momentan fahren wir noch im Mischbetrieb, ab April 2024 werden wir dann ausschließlich den Digitalfunk für die 4m-Kommunikation nutzen.
Zum Schluss seines Berichts bedankte sich Eisenhut bei der Führungsgruppe, die nicht nur bei Einsätzen gefordert sind, sondern auch die Richtung und die Geschicke der Wehr mitbestimmen. Der größte Dank ging an die Aktive Mannschaft, welche das ganze Jahr über freiwillig und unentgeltlich ihren Feuerwehrdienst leistet und da ist, wenn sie gebraucht wird. Unter Beifall schloss Eisenhut seinen Bericht.

Zu TOP9, Aussprache zu den Jahresberichten, gab es keine Wortmeldungen.

Die Entlastung des Kommandanten wurde von Bürgermeister Markus Rupp durchgeführt. Die Feuerwehr bringe sich bei ihren Einsätzen für ihren Ort ein, egal ob bei Tag oder Nacht, teilweise auch der Gefahr des eigenen Lebens ausgesetzt. Ebenso sind die Einsatzkräfte, z.B. bei den schweren Verkehrsunfällen, psychischen und emotionalen Belastungen ausgesetzt. Für diesen Einsatz sprach Rupp ein herzliches Dankeschön, auch im Namen des Gemeinderats, aus. Die Feuerwehr ist fester Bestandteil des Ortes. So ist es auch kein Wunder, dass das Schwenksteakfest ein Besuchermagnet ist, denn beim Festbesuch spiele auch sicherlich die Bekundung des Respekts gegenüber der Feuerwehr eine Rolle.
Die Gemeinde tue mit den Hochwasserschutzmaßnahmen etwas dafür, zumindest die Anzahl von Unwettereinsätzen einzudämmen, leider gibt es keinen 100%igen Schutz davor.
Auch Rupp sprach den Ärger über die langwierige Beschaffung des Notstromaggregats an. Die Gemeinde führte schon unzählige Gespräche mit der Herstellerfirma in Italien, leider werde man von einem Termin auf den anderen vertröstet.
Weitere Themen wie die neue Photovoltaik-Anlage und sein positiver Eindruck der kürzlichen Vegetationsbrandausbildung wurden vom Bürgermeister angesprochen. Auch die Ersatzbeschaffung des LF8 war Teil seiner Ausführungen. Hier mache das Warten auf die im nächsten Jahr voraussichtlich optimaleren Förderkriterien auch aus seiner Sicht Sinn.
Als letzten Punkt sprach Rupp noch die Partnerschaft, bzw. die Freundschaft zwischen den Feuerwehren Droué & Gondelsheim an, die allen anderen Vereinen voran die Partnerschaft am Leben hält.
Rupp richtete ein großes Dankeschön an das Kommando und schlug die Entlastung des Kommandanten mit Überzeugung vor, die einstimmig beschlossen wurde.

Unter TOP11, Verpflichtungen & Beförderungen, wurden Kai Widenmeyer und Tizian Eisenhut zum Feuerwehrmann befördert. Andreas Vogel wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Weiterer Punkt des TOP 11 war die Übergabe eines Dankes-Präsents an den „Freund und Gönner“ der Jugendfeuerwehr, Fa. Markus Mohr Gartenbau. Die Jugendfeuerwehr bedankte sich hiermit für die vielzähligen Sponsoring-Tätigkeiten. Markus Mohr übernahm darauf kurz das Wort und bedankte sich recht herzlich. Mit großer Freude hatte er das Präsent entgegengenommen. Egal welche Ideen man hat, auf die Jugendfeuerwehr sei Verlass.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Molitor übernahm das Wort, bedankte sich für Einladung und richtete Grüße des Kreisbrandmeisters Jürgen Bordt aus. Molitor ging zunächst auf das Thema Digitalfunk ein. Endlich sei es nach langer Zeit so weit und der Digitalfunk geht live. Es gibt wohl schon erste Bestrebungen auch den Einsatzstellen-Funk (2m) auf Digital umzustellen.
Bezüglich Bezuschussung (Z-Feu) werden sich aktuell grundlegend neue Gedanken gemacht. Da die Einsatzfahrzeuge immer teurer werden, sollen zukünftig Rahmenverträge mit den Herstellern abgeschlossen werden >> „Massen- statt Einzelbeschaffung“. Dadurch können die Förderungen erhöht werden. Daher sehe auch Molitor die Entscheidung, die Ersatzbeschaffung des LF8 nochmals zu schieben, als sinnvoll.

Kommandant Timm Eisenhut ging zum Abschluss noch auf kommende Termine ein, bevor er dann um 20:59 Uhr die 103. Jahreshauptversammlung schloss und zum gemütlichen Teil übergegangen werden konnte. Versorgt wurden die Gäste mit heißen Würsten und kalten Getränken.

Schriftführer
Marco Horn